Fruchtbarkeit und Menopause

Der Beginn der Wechseljahre läutet das Ende der Fruchtbarkeit der Frau ein. Mit der Menopause, der letzten Monatsblutung, ist dieser Prozess vollständig vollzogen. Die Frau kann keine Kinder mehr bekommen.

Die Fruchtbarkeit der Frau beginnt mit der Pubertät, hat ihren Höhepunkt mit ca. 18 bis 25 Jahren, und nimmt dann beständig ab. Liegt in dieser Phase eine 30%ige Wahrscheinlichkeit vor, schwanger zu werden, verringern sich die Chancen ab dem 33. Lebensjahr auf ca. 15%. Mit jedem Menstruationszyklus der Frau reduziert sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Eizellen, bis diese, irgendwann um das 50. Lebensjahr der Frau, endgültig verbraucht sind.

Wechseljahre

Fruchtbarkeit MenopauseDie Zeit ab ca. 40 bis zur Menopause werden als Wechseljahre bezeichnet. In dieser Zeit kommt es zu Hormonschwankungen und Unregelmäßigkeiten im Zyklus. Die Blutungen sind mal schwächer und kürzer, dann wieder sehr stark und dauern länger. Die Eizellen reifen immer unregelmäßiger heran, und es wird schwieriger, schwanger zu werden. Jedoch ist es nicht unmöglich, darum sollte in dieser Zeit unbedingt weiterhin verhütet werden, außer Sie haben nichts dagegen, mit einem Nachzügler noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Die Zeit bis zur Menopause ist für viele Frauen mit mehr oder weniger starken Wechseljahresbeschwerden verbunden. Durch die Schwankungen im Hormonhaushalt kommt es zu Irritationen des Hypothalamus, der Schaltzentrale im Gehirn, wodurch die Signalübertragung zur Hypophyse gestört wird. Diese ist wiederum für die Kontrolle der Körpertemperatur zuständig, so dass es zu äußerst lästigen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen kann. Auch Schwindel, Herzrasen, Depressionen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, können Nebenwirkungen der abnehmenden Östrogenkonzentration sein.

Bei Wechseljahresbeschwerden können pflanzliche, östrogenhaltige Naturmittel äußerst hilfreich sein. Die sog. Phytoöstrogene mildern die Hormonschwankungen und vermindern somit die Symptome. Als besonders reich an Phytoöstrogenen sind z.B. Rotklee, Sojabohnen, Traubensilberkerze, Leinsamen und Getreidekleie. Hopfen, Melisse, Baldrian und Johanniskraut helfen bei Reizbarkeit und Schlafstörungen, Salbei reduziert Schweißausbrüche.