Ernährung während der Schwangerschaft

Endlich schwanger! Aber was nun? Darf eine Schwangere weiterhin Sport treiben, wie schwer darf sie heben, und welche Lebensmittel sollte sie lieber meiden? Paare, die ein Kind erwarten, stellen sich plötzlich zahlreiche Fragen. Schließlich möchten sie für ihren Nachwuchs bereits jetzt nur das Beste.

Ernährung

Ebenso wie in der Kinderwunschzeit, sollten sich Frauen, wenn sie schwanger sind, besonders ausgewogen ernähren. Allerdings muss sie nicht für zwei essen. Denn der Energiebedarf steigt erst ab circa der 16. Schwangerschaftswoche um gerade einmal zehn Prozent. Von einigen Nährstoffen benötigen Sie in dieser Zeit allerdings mehr als gewöhnlich. So verdoppelt sich beispielsweise der Eisenbedarf in der Schwangerschaft. Und auch die benötigte Menge an Folsäure steigt um 50 Prozent an.

Vollkornprodukte und frisches Obst sollten daher täglich auf dem Speiseplan stehen. Milch und Milchprodukte enthalten unter anderem Kalzium, was für den Knochenbau des Kindes nötig ist. Hülsenfrüchte, wie Soja und Kichererbsen, sind gute Eiweißspender und sollten mindestens einmal wöchentlich verzehrt werden. Fleisch sorgt ebenfalls für reichlich Eiweiß und Eisen. Es sollte aber immer gut durchgegart und möglichst fettarm sein. Mehr als zwei bis drei Fleischmahlzeiten pro Woche sind nicht nötig. Die in Seefischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren und Iod sind für die Entwicklung des Kindes wichtig. Ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche sind ausreichend, um den Körper mit diesen Nährstoffen zu versorgen. Trinken Sie ausreichend, insgesamt sollten es täglich etwa zwei Liter Wasser oder Kräuter- und Früchtetee sein.

Vier bis fünf kleine Mahlzeiten am Tag sind ideal, um Sie und Ihr Kind immer mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Außerdem verhindern Sie hierdurch unnötige Heißhungerattacken. Frauen, die an morgendlicher Übelkeit leiden, können diese manchmal verhindern, indem sie bereits vor dem Aufstehen eine Scheibe Brot essen.

Rohe tierische Produkte

Gesunde SchwangerschaftRohmilchkäse, Sushi und Tartar sind tierische Lebensmittel, die nicht durch Erhitzen haltbar gemacht wurden. Diese Produkte können Krankheitserreger enthalten, die manchmal für Schwangere beziehungsweise die ungeborenen Kinder gefährlich werden. Zu nennen sind unter anderem Listerien, Toxoplasmen und Salmonellen. Während sie normalerweise bei gesunden Erwachsenen keine oder nur sehr geringe Symptome verursachen, können sie für das Ungeborene lebensbedrohlich sein. Daher ist es empfehlenswert, während der Schwangerschaft auf rohe tierische Lebensmittel – also auch ungekochte oder nur wenig durchgebratene Eier – zu verzichten.

Zu den typischen Rohmilchkäsesorten zählen Roquefort, Brie und Camembert. Die beiden letztgenannten müssen aber nicht zwingend aus Rohmilch hergestellt werden. Jeder Rohmilchkäse ist als solcher gekennzeichnet. Die meisten Käsesorten werden allerdings aus pasteurisierter Milch hergestellt, so dass hiervon keine Gefahr ausgeht. Im Gegenteil, Milchprodukte sind sogar gute Kalziumspender für die Knochen des Embryos.

Auch Hartkäse aus Rohmilch können Sie bedenkenlos essen. Denn dieser wird während der Herstellung erhitzt und enthält noch dazu so wenig Wasser, dass die Krankheitskeime dort nicht überleben können. Da sich Listerien vorzugsweise an der Rinde von Käse aufhalten, sollten Sie während der Schwangerschaft diese immer recht großzügig abschneiden, selbst dann, wenn es sich um kein Rohmilchprodukt handelt. Rotschmiere- und Sauermilchkäse sind ebenfalls häufiger betroffen und sollten daher nicht verzehrt werden. Auch abgepackte Salate, die Sprossen und Keime enthalten, sind manchmal von Listerien besiedelt.

Beim Zubereiten von Speisen achten Sie während der Schwangerschaft besonders darauf, Ihre Hände gründlich zu reinigen und die Spültücher häufig zu wechseln. Auch das Geschirr und die Küchengeräte sollten Sie sehr gut reinigen. Damit die möglichen Krankheitserreger nicht alle Lebensmittel verunreinigen, sollten Sie Fleisch und Eier getrennt von Obst und Gemüse aufbewahren und zubereiten. Waschen Sie frisches Obst und Gemüse vor dem Verzehr immer gründlich ab.

Sport während der Schwangerschaft

Bewegung tut Schwangeren gut, denn es hält fit, sorgt für eine bessere Durchblutung und bereitet den Körper der Mutter optimal auf die Geburt vor. Verläuft die Schwangerschaft allerdings mit Komplikationen (Vorzeitige Wehen, Bluthochdruck etc.) so sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt um Rat fragen. Besonders geeignet sind Sportarten, die die Kondition verbessern. Beim Schwimmen und bei Wassergymnastik werden die Gelenke optimal geschont. Tanzen und Spaziergänge sorgen für Bewegung und gute Laune zugleich. Auch Joggen, Walking und Aerobic tun Mutter und Kind gut. Allerdings sollten Sie immer auf Ihren Körper hören. Wenn es irgendwo schmerzt oder Sie das Gefühl haben, dass es zu viel wird, dann schonen Sie sich.

Manche Übungen, etwa bei Yoga- und Pilates, bei denen die Bauchmuskeln stark beansprucht werden, sollten Sie ab Mitte der Schwangerschaft nicht mehr durchführen. Am besten fragen Sie Ihren Trainer, welche Übungen Sie problemlos mitmachen können und welche nicht. Sportarten, die besonders verletzungsintensiv sind (Skifahren, Inlineskating oder Reiten) verschieben Sie besser auf die Zeit nach der Schwangerschaft.

Zahlreiche Vereine, die Volkshochschule und Krankenhäuser bieten unterschiedlichste Kurse speziell für Schwangere an. So gibt es Tanzkurse, Wassergymnastik oder Ergofit für werdende Mamis. Diese Kurse haben den zusätzlichen Vorteil, dass Sie hier auf Gleichgesinnte aus Ihrer Umgebung treffen, mit denen Sie sich jetzt und auch später noch austauschen können. Ein Teil der anfallenden Kursgebühren wird von zahlreichen Krankenkassen übernommen.

Schwangere und Katzen

Katzen sind, nach rohem Schweine- und Schafsfleisch, die Hauptüberträger der Toxoplasmose. Denn vor allem freilaufende Katzen, aber auch Hauskatzen, die mit rohem Fleisch gefüttert werden, sind manchmal von Toxoplasmen befallen. Infiziert sich eine Schwanger erstmals in ihrem Leben mit dem Krankheitserreger Toxoplasma gondii, so kann das schwere Schäden bei dem Kind zur Folge haben. Hat die Frau aber bereits zuvor eine Toxoplasmose durchgemacht (meist unbemerkt oder mit leichten grippeähnlichen Symptomen), so bildet ihr Immunsystem Antikörper, die sie zeitlebens vor einem weiteren Ausbruch der Krankheit schützen.

Katzenbesitzer können mit einem einfachen Text feststellen, ob sie Antikörper besitzen und somit keine Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit dem Stubentiger treffen müssen. Auch kann ein Tierarzt leicht feststellen, ob die Katze infiziert ist. Besitzt die Frau keine Antikörper oder hat dies nicht testen lassen, so sollte vorsichtshalber der Partner während der Schwangerschaft das Säubern des Katzenklos übernehmen. Beim Umgang mit freilaufenden Katzen sollten Sie nach dem Streicheln immer gründlich Ihre Hände waschen. In der Regel ist es aber nicht nötig, das Tier vorübergehend abzuschaffen, so wie es manche Frauenärzte noch immer raten.

Tragen und Heben

Generell sollten schwangere Frauen keine schweren Lasten heben. Welches Gewicht Sie tragen dürfen, lässt sich aber pauschal nicht beantworten. Haben Sie selber das Gefühl, die Einkaufstasche ist Ihnen zu schwer, so lassen Sie sie lieber von Ihrem Partner tragen. Auch beim Umzug sollten Sie Ihren Körper möglichst schonen und nicht gerade die schweren Kisten schleppen. Verläuft die Schwangerschaft ohne Komplikationen, so spricht aber natürlich nichts dagegen, ein älteres Geschwisterkind auf den Arm zu nehmen oder die Wäschekiste zu tragen. Halten Sie beim Heben immer den Rücken gerade und gehen Sie in die Knie statt sich zu bücken, denn die veränderten Körperproportionen belasten die Wirbelsäule bei ungünstigen Bewegungen zusätzlich.

Rauchen

Da Nikotin dem Ungeborenen sehr schaden kann, sollten Zigaretten für werdende Mütter absolut tabu sein. Denn die Sauerstoffzufuhr der Plazenta wird durch das Rauchen minimiert. Fehl- und Totgeburten kommen häufiger vor, auch treten vermehrt Missbildungen bei dem Nachwuchs auf. Durchschnittlich haben die Kinder von Raucherinnen ein niedrigeres Geburtsgewicht als andere. Da sie nach der Geburt einen Nikotinentzug durchmachen, sind sie noch dazu meist unruhiger und schreien viel.

Aber auch Passivrauchen kann sich negativ auf die Gesundheit des Kindes auswirken. Der werdende Vater und andere Personen sollten daher in dieser Zeit ebenfalls Rücksicht nehmen und zum Rauchen nach draußen gehen.

Alkohol

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu schweren geistigen und körperlichen Behinderungen führen. Selbst gelegentliches Trinken kann dem Ungeborenen schaden. Denn der Alkohol gelangt in den Körper des Kindes und greift dort die Organe, vor allem das Gehirn, an. Fachleute raten daher, in der Schwangerschaft völlig auf Alkohol zu verzichten. Ein solidarischer Partner, der in dieser Zeit ebenfalls keinen Alkohol trinkt, kann den werdenden Müttern den Verzicht erleichtern.

Koffein

Beim Kaffeekonsum während der Schwangerschaft ist es ähnlich wie in der Kinderwunschphase: Bis zu etwa 200 Milligramm Koffein scheint, laut verschiedener Studien, für das Ungeborene absolut unbedenklich zu sein. Das bedeutet, dass sie nicht mehr als etwa zwei Tassen Kaffee täglich trinken sollten. Aber Vorsicht: Koffein ist auch in schwarzem und grünem Tee, in Schokolade, Cola und Energy-Drinks enthalten!

Haare färben und Dauerwelle

Die Chemikalien, die beim Färben der Haare oder beim Legen einer Dauerwelle zum Einsatz kommen, gelangen nachweislich über die Haarwurzel in den Körper. Es ist wahrscheinlich, dass sie über das Blut auch den Embryo erreichen. Obwohl bisher nicht klar ist, ob und in welcher Weise sie dem Ungeborenen schaden können, raten Mediziner generell von solchen Behandlungen während der Schwangerschaft ab.

Flugreisen

Generell gelten Flugreisen nicht als gefährlich für das ungeborene Kind. Weil der Körper in der Höhe aber mehr kosmischer Strahlung ausgesetzt ist, sollten Sie sehr häufiges Fliegen vermeiden. Da außerdem während der Schwangerschaft ein erhöhtes Thrombose-Risiko für die Mutter besteht, ist es ratsam, Stützstrümpfe zu tragen und sich während des Fluges häufig zu bewegen. Fliegen Sie möglichst nur in Regionen, wo eine gute medizinische Versorgung gewährleistet ist. Viele Fluggesellschaften nehmen Schwangere im späteren Stadium nicht mehr mit, um eine vorzeitige Geburt im Flieger zu vermeiden.

Medikamente in der Schwangerschaft

Bevor Sie Medikamente während der Schwangerschaft einnehmen, fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker. Auch pflanzliche Mittel können sich negativ auf das Ungeborene auswirken. Klären Sie beispielsweise auch Ihren Zahnarzt über die Schwangerschaft auf. Denn es gibt sowohl zahnärztliche Betäubungsmittel, die Wehen auslösen können als auch alternative Stoffe, die für Mutter und Kind unbedenklich sind.

Mutterschutzgesetz

Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber möglichst bald mit, dass Sie schwanger sind. Denn dann gelten für Sie die Bestimmungen des Mutterschutzgesetztes. Das Gesetz besagt unter anderem, dass Sie von Tätigkeiten befreit werden, die der Gesundheit des Kindes schaden können.

Fruchtbarkeit und Menopause

Der Beginn der Wechseljahre läutet das Ende der Fruchtbarkeit der Frau ein. Mit der Menopause, der letzten Monatsblutung, ist dieser Prozess vollständig vollzogen. Die Frau kann keine Kinder mehr bekommen.

Die Fruchtbarkeit der Frau beginnt mit der Pubertät, hat ihren Höhepunkt mit ca. 18 bis 25 Jahren, und nimmt dann beständig ab. Liegt in dieser Phase eine 30%ige Wahrscheinlichkeit vor, schwanger zu werden, verringern sich die Chancen ab dem 33. Lebensjahr auf ca. 15%. Mit jedem Menstruationszyklus der Frau reduziert sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Eizellen, bis diese, irgendwann um das 50. Lebensjahr der Frau, endgültig verbraucht sind.

Wechseljahre

Fruchtbarkeit MenopauseDie Zeit ab ca. 40 bis zur Menopause werden als Wechseljahre bezeichnet. In dieser Zeit kommt es zu Hormonschwankungen und Unregelmäßigkeiten im Zyklus. Die Blutungen sind mal schwächer und kürzer, dann wieder sehr stark und dauern länger. Die Eizellen reifen immer unregelmäßiger heran, und es wird schwieriger, schwanger zu werden. Jedoch ist es nicht unmöglich, darum sollte in dieser Zeit unbedingt weiterhin verhütet werden, außer Sie haben nichts dagegen, mit einem Nachzügler noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Die Zeit bis zur Menopause ist für viele Frauen mit mehr oder weniger starken Wechseljahresbeschwerden verbunden. Durch die Schwankungen im Hormonhaushalt kommt es zu Irritationen des Hypothalamus, der Schaltzentrale im Gehirn, wodurch die Signalübertragung zur Hypophyse gestört wird. Diese ist wiederum für die Kontrolle der Körpertemperatur zuständig, so dass es zu äußerst lästigen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen kann. Auch Schwindel, Herzrasen, Depressionen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, können Nebenwirkungen der abnehmenden Östrogenkonzentration sein.

Bei Wechseljahresbeschwerden können pflanzliche, östrogenhaltige Naturmittel äußerst hilfreich sein. Die sog. Phytoöstrogene mildern die Hormonschwankungen und vermindern somit die Symptome. Als besonders reich an Phytoöstrogenen sind z.B. Rotklee, Sojabohnen, Traubensilberkerze, Leinsamen und Getreidekleie. Hopfen, Melisse, Baldrian und Johanniskraut helfen bei Reizbarkeit und Schlafstörungen, Salbei reduziert Schweißausbrüche.

Der Vorgang der Befruchtung

BefruchtungEine Eizelle wird ungefähr eine Woche nach Menstruationsende beziehungsweise 14 Tage nach Einsetzen der letzten Regel befruchtet. Sieben bis zehn Tage später nistet sie sich in der Gebärmutterschleimhaut ein. Am Ende der folgenden Woche ist sie dann mit einer einfachen Plazenta, die den sich entwickelnden Embryo mit seiner Mutter verbindet, sicher befestigt.

Durch die Plazenta werden Nährstoffe von der Mutter zum Baby befördert, seine Abfallstoffe gehen in den Kreislauf der Mutter zurück. Dieses Organ ist für den normalen Schwangerschaftsverlauf entscheidend, da es Hormone produziert, die für die Gesundheit des Babys, für die Gebärmutter und die weiblichen Geschlechtsorgane wichtig sind. Außerdem bereiten die Hormone den Körper der Frau auf die Geburt vor.

Wenn die Eizelle etwa ein Drittel ihres Weges im Eileiter zurückgelegt hat, wird sie von einer Samenzelle, die sich nach dem Samenerguss in der Scheide befindet, befruchtet. Wenige Sekunden nach der Ejakulation machen sich die Samenzellen mit peitschenden Schwanzbewegungen auf den Weg.

So gelangen die Spermien mit hoher Geschwindigkeit aus dem sauren Bereich der Scheide durch den Muttermund – der während des Eisprungs schleimiger und durchlässiger geworden ist – in die Gebärmutter. In wenigen Sekunden durchqueren sie diese und gelangen in den Eileiter. Samenzellen werden von der relativ großen Eizelle chemisch angezogen und lassen sich auf der ganzen Eifläche nieder.

Es gelingt allerdings nur einer Samenzelle, die äußere Schicht der Eizelle zu durchdringen. Die Außenschicht des Eis verhärtet sich, und alle anderen Samenzellen können nicht mehr eindringen. Dieser ganze Vorgang, vom Samenerguss bis zur Befruchtung, dauert im Allgemeinen weniger als 60 Minuten. Beim Geschlechtsverkehr werden Millionen von Samen in der Scheide ausgestoßen. Nur circa 2000 gelangen zur Eileiter.

Die Eizelle lebt nur höchstens einen Tag – unbefruchtet

Eisprung, Befruchtung, Zellteilung, EinnistungDie herangereifte, unbefruchtete Eizelle kann wahrscheinlich nur zwölf Stunden überleben, höchstens jedoch ein Tag. Samenzellen sind nicht viel länger als 24 Stunden befruchtungsfähig, 36 Stunden sind die äußerste Grenze. Es kann also nur dann zur Befruchtung kommen, wenn Geschlechtsverkehr ein bis zwei Tage vor dem Eisprung oder direkt nach dem Eisprung stattfindet.

Nur der Kopf der Samenzelle verschmilzt mit dem Ei zu einer einzelnen Zelle. Körper und Schwanz gehen verloren. Die Zelle teilt sich in den ersten 24 Stunden, am vierten Tag ist es schon ein runder Ball, der aus über hundert Zellen besteht. Drei Tage lang ist der Zellball in der Gebärmutter frei beweglich, er wird von einer Art Milch ernährt, die von den Drüsen in der Gebärmutterwand abgesondert wird.

Am Ende der ersten Lebenswoche hat er sich tief in die Schleimhaut eingepflanzt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Einnistung. Hier ist der Zellball die ganze Zeit vom Blut der Mutter umgeben, was die Nährstoffzufuhr und die Beseitigung der Abfallstoffe des Embryos erleichtert. Bis zur 12.Woche wird das sich entwickelnde Baby als Embryo bezeichnet, danach als Fetus.

Die Entstehung von Zwillingen

Wird eine Eizelle befruchtet und spaltet sich dann in zwei Teile, wachsen eineiige Zwillinge heran, die das gleiche Geschlecht und eine Plazenta haben. Aber die meisten Zwillinge entstanden aus zwei befruchteten Eizellen und getrennten Plazenten und Fruchtblasen.

Jeden Monat wird einer der Eierstöcke von einem Hormon (FSH, follikel stimulierendes Hormon) angeregt, eine Eizelle heranreifen zu lassen. Wenn ein Eierstock nicht mehr funktionsfähig ist, kann der andere die ganze Arbeit übernehmen. Wird das Ei nicht befruchtet, geht es bei der nächsten Menstruation durch die Scheide aus dem Körper ab.

Fruchtbarkeit und Kinderwunsch heute

Alle Freundinnen tragen stolz ihre runden Bäuche vor sich her, zeigen süße Babyfotos und treffen sich beim PEKiP-Kurs oder in Krabbelgruppen. Nur bei Ihnen will sich einfach kein Nachwuchs einstellen, obwohl sie seit langer Zeit jeden Monat aufs Neue hoffen, dass Ihre Tage diesmal ausbleiben. Und dann kommen auch noch diese lästigen, indiskreten Fragen, denen sie jedes Mal auszuweichen versuchen: „Na wann ist es denn bei Euch beiden endlich mal so weit?“ Gerade Frauen leiden in der Zeit des Wartens oft psychisch sehr stark, so dass der Traum von einem eigenen Kind zu einer harten Belastungsprobe für Sie und Ihre Beziehung werden kann.

Etwa jede siebte Partnerschaft ist ungewollt kinderlos

Auch wenn Sie das Gefühl haben, Sie seien weit und breit die einzige, bei der es Probleme mit dem Schwangerwerden gibt, so sind hiervon allein in Deutschland etwa 1,5 bis zwei Millionen Paare betroffen. Schätzungen gehen nämlich davon aus, dass in Deutschland fast jede siebte Partnerschaft vorrübergehend oder dauerhaft ungewollt kinderlos bleibt.

Doch genaue Zahlen lassen sich nur sehr schwer erfassen. Schließlich verhüten viele Paare jahrelang, bevor der Kinderwunsch in die Realität umgesetzt werden soll und sie sich für Nachwuchs entscheiden. Andere nutzen beispielsweise nur sporadisch Kondome und lassen es darauf ankommen, da sie sich selber nicht im Klaren sind, ob sie sich wirklich ein Kind wünschen oder nicht. Außerdem werden die wenigsten Frauen direkt im ersten Monatszyklus nach Absetzen des Verhütungsmittels schwanger. Sie gelten also aktuell als ungewollt kinderlos, was aber nicht langfristig so sein muss.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer sterilen Partnerschaft, wenn es bei regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr auch nach 24 Monaten zu keiner Schwangerschaft gekommen ist.

Zunehmendes Alter bei Kinderwunsch

Waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes 1965 durchschnittlich 25, so sind sie statistisch gesehen heute etwa 30 Jahre alt (www.bib-demografie.de/cln_090/nn_1881710/DE/DatenundBefunde/06/Abbildungen/a__06__18__durchschnittl__alter__muetter__geburt__1kind__best__ehe__d__w__o__1960__2009.html). Doch mit zunehmendem Alter sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, immer weiter ab. Bereits mit 30 Jahren ist die Fruchtbarkeit der Frau deutlich niedriger als mit 25. Ab 35 Jahren sinkt die Fertilität noch stärker. Während nämlich gesunde 20-jährige Frauen durchschnittlich etwa zwei bis drei Monate auf eine erfolgreiche Empfängnis warten müssen, gelten bei 40-jährigen Frauen zwei Jahre als normal.

Und auch die Spermienproduktion des Mannes sinkt mit zunehmendem Alter. So reduziert sich die Anzahl lebensfähiger Spermien bei 45-Jährigen im Vergleich zu 18-Jährigen um durchschnittlich die Hälfte.

Da viele Paare sich also oft erst mit zunehmendem Alter für eine Schwangerschaft entscheiden, ist dies ein entscheidender Faktor für den Anstieg einer zeitlich beschränkt oder dauerhaft ungewollten Kinderlosigkeit. Und auch bei Kinderwunschbehandlungen und sanften Methoden der Fruchtbarkeitssteigerung sinkt die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft in gleichem Maße mit dem Alter ab. Denn die Biologie setzt dem Kinderwunsch manchmal doch ihre Grenzen.

Männer und Frauen etwa gleichhäufig betroffen

FruchtbarkeitNoch immer herrscht landläufig die Meinung, Unfruchtbarkeit läge fast immer an der Frau. Doch die Realität sieht anders aus. Nur in etwa 30 Prozent der Fälle sind die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit bei der Frau zu finden, genauso häufig wie die Gründe beim Mann liegen. Ebenfalls zu 30 Prozent werden bei beiden Partnern Einschränkungen der Fruchtbarkeit nachgewiesen. Bei immerhin zehn Prozent der Paare, die sich aufgrund ihres erfolglosen Kinderwunsches untersuchen lassen, können keinerlei medizinische Gründe gefunden werden.

Wenn Sie also vergeblich auf Nachwuchs warten, dann sollten Sie nicht nur bei sich selber nach möglichen Ursachen suchen. Auch Ihr männlicher Partner kann durch einen gesunden Lebenswandel oder zusätzliche Vitalstoffe seine Fruchtbarkeit steigern.

Immer mehr Paare in Kinderwunschbehandlung

künstliche BefruchtungWenn sich der Nachwuchs nicht einstellen will, lassen sich viele Paare in Kinderwunschzentren und Reproduktionskliniken behandeln. Laut Bundesgesundheitsministerium suchen jährlich 200.000 Paare medizinische Hilfe wegen ihres Kinderwunsches. Allein im Jahr 2003 sind in Deutschland rund 20.000 Kinder durch eine künstliche Befruchtung entstanden. Das macht immerhin etwa zwei Prozent der Neugeborenen aus.

Allerdings ging im Jahr 2004 die Zahl der künstlichen Befruchtungen in Deutschland fast um die Hälfte zurück, da die gesetzlichen Krankenkassen seither weniger Kosten erstatten.

Wir stellen Ihnen auf unseren Seiten neben den Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung auch wirksame, natürliche Maßnahmen vor, wie die Fruchtbarkeit der Frau gesteigert werden kann.

Menstruationszyklus

Obwohl der regelmäßig wiederkehrende weibliche Zyklus für viele Frauen aufgrund der Blutungen, Regelschmerzen oder PMS-Beschwerden manchmal recht lästig ist, so ist er für eine Schwangerschaft doch eine wichtige Voraussetzung. Denn nur durch das zyklisch auftretende hormonelle Zusammenspiel kann eine Eizelle heranreifen, während sich die Gebärmutterschleimhaut gleichzeitig auf die Einnistung eines Embryos vorbereitet.

Ein unregelmäßiger Menstruationszyklus kann daher darauf hinweisen, dass die Fruchtbarkeit der Frau eingeschränkt ist. Denn nur, wenn der Prozess präzise abläuft, kann die Entwicklung der Geschlechtszelle optimal funktionieren.

Dauer des Menstruationszyklus

Ein sehr regelmäßiger Menstruationszyklus beträgt 28 Tage, doch die Dauer von 25 bis 35 Tagen liegt noch völlig im normalen Rahmen. Erst dann, wenn dieser Zeitraum nicht eingehalten wird, spricht man von einer der folgenden Zyklusstörungungen: Liegt der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Monatsblutungen bei weniger als 24 Tagen, so bezeichnet man dies als Polymenorrhoe. Kommt es hingegen nur alle 36 Tage bis sechs Monate zu einer Regelblutung, so bezeichnet man den Zyklus als Oligomenorrhea. Sind die Abstände noch länger, so sprechen Fachärzte von einer Amenorrhoe, bei der der Eisprung meistens ganz ausbleibt.

Erste Zyklushälfte (Follikelphase)

Der erste Tag der Monatsblutung wurde willkürlich als Beginn des Menstruationszyklus festgesetzt. Somit endet ein Zyklus am letzten Tag vor der Regel. Mit der Regelblutung wird die alte Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Anschließend baut sie sich neu auf. Letzteres wird vor allem durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen angeregt, das zum größten Teil in den Eierstöcken gebildet wird.

In einem der Eierstöcke reifen in dieser Zeit unter dem Einfluss des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) mehrere Follikel heran (Einheit aus noch unreifer Eizelle und sie umgebenden Hilfszellen), von denen später in der Regel lediglich einer sprungbereit wird. Die Follikelzellen bilden das Hormon Progesteron, was die Eireifung weiter unterstützt.

Eisprung (Ovulation)

Beim Eisprung, der etwa 12 bis 16 Tage vor der nächsten Regel stattfindet, wird die reife Eizelle gemeinsam mit einigen Hilfszellen unter Einfluss des Luteinisierenden Hormons (LH) aus den umgebenden Follikelzellen ausgestoßen. Gleichzeitig werden diese im Eierstock verbleibenden Zellen mit Blutgefäßen durchzogen, wodurch die Progesteronkonzentration nicht nur lokal, sondern im gesamten Körper ansteigt.

Die Eizelle macht sich nun auf den Weg durch den Eileiter bis zur Gebärmutter. Sie kann nur innerhalb der folgenden 12 bis 24 Stunden durch ein Spermium befruchtet werden. Anschließend stirbt sie ab. Allerdings überleben Spermien mehrere Tage im Körper der Frau. Daher ist die fruchtbarste Zeit nicht am Tag des Eisprungs, sondern in der Zeit kurz zuvor.

Zweite Zyklushälfte (Lutealphase)

Nach dem Eisprung bildet der im Eierstock verbliebene Follikel, der nun als Gelbkörper bezeichnet wird, noch mehr Progesteron. Die Schleimhaut der Gebärmutter wird optimal mit Nährstoffen versorgt und so auf die Einnistung vorbereitet. Kommt es zu keiner Schwangerschaft, so stirbt der Gelbkörper ab, wodurch er kein Progesteron mehr produziert. Dies wiederum führt dazu, dass die Schleimhaut abgestoßen wird und es zu einer weiteren Regelblutung kommt.

Eintritt einer Schwangerschaft

Menstruation BefruchtungKommt es im Eileiter hingegen zu einer Befruchtung durch ein Spermium, so vereinen sich die beiden Zellkerne zur Zygote. Diese beginnt noch auf ihrem Weg durch den Eileiter mit der Zellteilung, so dass sie beim Erreichen der Gebärmutter nach etwa vier Tagen bereits aus 16 Zellen besteht.

Kommt es zu einer erfolgreichen Schwangerschaft, so sorgt das hormonelle Zusammenspiel zwischen Embryo und Gelbkörper dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht abgestoßen wird. Da der Gelbkörper also weiterhin Progesteron bildet, bleibt die Schwangerschaft erhalten. Erst nach etwa zehn bis zwölf Wochen ist die Plazenta (Mutterkuchen) ausreichend entwickelt, um den Gelbkörper bei der Hormonproduktion abzulösen.

Hormone, die beim weiblichen Zyklus eine Rolle spielen

Nicht nur die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sind nötig, damit der Menstruationszyklus korrekt funktioniert. Auch viele andere Botenstoffe des Körpers spielen bei dem fein abgestimmten Regelkreis eine entscheidende Rolle.

So können von der Norm abweichende Schilddrüsenwerte ebenfalls dazu führen, dass keine Eizelle heranreift beziehungsweise der Zyklus auf andere Weise gestört ist. Eine zu starke Produktion männlicher Sexualhormone oder nicht optimale Konzentrationen verschiedener Neurotransmitter des Gehirns bringen den weiblichen Zyklus ebenfalls durcheinander.

Bei einer Gelbkörperschwäche – einer sehr häufig gestellten Diagnose bei Unfruchtbarkeit und Kinderwunsch – produziert der Gelbkörper zu wenig Progesteron, so dass die zweite Zyklushälfte verkürzt ist. Die Eizelle reift dann zwar heran und kann befruchtet werden, doch kommt es zu Störungen bei der Einnistung.

Fruchtbarkeit der Frau steigern – der Blog

Willkommen auf dem Blog über die Fruchtbarkeit der Frau. Viele Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, müssen nicht nur Monate, sondern Jahre warten. Immer wieder das Warten auf die nächste Menstruation, das Hoffen dass die Regel ausbleibt – und dann kommt die Regel, Sie sind schon wieder nicht schwanger und entäuscht.

Dieses Phänomen einer immer weiter sinkenden Fruchtbarkeit iegt an verschiedenen Ursachen, vor allem:

  1. Mangel an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren
  2. Hormonelle Störungen
  3. einer immer später angestrebten Schwangerschaft.

Wir erklären die Ursachen und zeigen, wie Sie Ihre Fruchtbarkeit steigern können. Völlig natürlich und ohne Hormonbehandlung. Wir zeigen auch, wie eine Hormonbehandlung funktioniert, was Sie dabei beachten sollten und wie Sie den besten Arzt für eine Hormonbehandlung finden.